Hier ein paar aktuelle Ausblicke von unserer Wölflingsleiterin Bianca Hess:
Stamm Hohenbaden
Wie er entstand und sich entwickelte
Weit über Baden-Baden ragt neben dem Battertfelsen seit nun über 900 Jahre eine Hangburg, die heute als das alte Schloss (oder auch Schloss Hohenbaden), früher aber noch den Namen Burg Hohenbaden trug. Die heutigen Ruinen zeigen nur noch Bruchstücke von dem 1599 abgebrannten Prachtstück.
Die Oberburg (auch Herrmannsbau genannt) wurde um 1100 von Markgraf Herrmann II. (1074-1130) erbaut. Markgraf Bernhard I. von Baden (1372-1431) ließ später die gotische Unterburg erbauen, die von Markgraf Jakob I. (1431-1453) zum repräsentativen Zentrum der Markgrafschaft erweitert wurde. Der bedeutendste Bauteil ist der Bernhardsbau (um 1400), dessen Säule mit einem von Engeln getragenem Wappen (Erdgeschoss) ehemals das gewaltige Gewölbe stützte. Als das Schloss neu erbaut und später auch bewohnt wurde, hatte es knapp 100 Räume. Noch im selben Jahrhundert erweiterte Markgraf Christoph I. das 1370 begonnene "Neue Schloss" inmitten der Stadt Baden und ließ die Residenz 1479 dorthin verlegen. Das "Alte Schloss" wurde danach noch als Witwensitz genutzt, bis es später durch einen Brand zerstört wurde.
Der stolze Name dieser prächtigen Burg ließ unserem Stamm das Herz hell erleuchten, als wir uns entschieden, unserem Stamm mit diesem Namen zu taufen - Im übertragenem Sinne natürlich!
Seit über 50 Jahren nun besteht unser Stamm und überlebte alle Höhen und Tiefen, die nur ein starker Stamm überstehen kann:
Wir richteten uns auf, hatten Mädchen und Jungen zuerst getrennt und 1974 zusammengetan. In all den Jahren haben wir so einige Fahrten und Jamborees gemacht und haben uns auf so manchen Singewettstreiten sehen lassen. Wir hatten Spaß miteinander und genossen Freiheit, Zusammenhalt und Anerkennung, die wir uns nach harten Arbeiten und langen Wanderungen verdient hatten.
Doch mit den Jahren verlor die Pfadfinderschaft und somit auch unser Stamm an Zulauf. Mehr und mehr Pfadis gingen in die Ausbildung, Beruf und Familie, während Neuzugänge weitgehend ausblieben. Mit der schwindenden Mitgliederzahl wurde es immer schwieriger, größere Fahrten oder den Aufbau neuer Wölflingssippen in Angriff zu nhemen. Bis auf einen kleinen Rest von vier oder fünf Leuten blieb nichts als der Raum und der letzte Funken Hoffnung im Idealismus der Verbliebenen. Dieser Funke hatte jedoch bald schon wieder eine Chance, das Feuer unseres Stammes neu zu entfachen.
An einem kalten Wintertag bekamen einige ehemalige Pfadfinder und einige alte Bekannte die Nachricht, die uns dazu aufrief, den Stamm wiederzubeleben. Der Absender: Dominik Graf, unser heutiger Stammesführer.
Wir setzten uns zusammen und begannen den Stamm neu aufzubauen. Unser Engagement war schon nach einem Jahr mit Erfolg gekrönt durch eine neue Wölflingssippe mit 7 Wölflingen.
Der Stamm wuchs mit der Zeit, als wäre er wirklich ein kleiner Baumstamm, der zu wachsen und zu knospen beginnt und seine Äste und Zweige immer höher hinaus streckt!
Natürlich bedarf dieses "Bäumchen" intensivster Pflege, an der es dank unserer Stammpfadfinder nicht mangeln wird….